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Goldschmiede Zeitung

Der Mix aus engagiertem Service am Kunden und außergewöhnlichen Schmuckkollektionen macht Juwelier Rehm zu gefragten Anziehungspunkt seiner Stadt.

Langenfeld im Rheinland: Die idyllische Kleinstadt mit 60.000 Einwohnern liegt ziemlich genau zwischen zwei pulsierenden Großstädten Nordrhein-Westfalens. Jeweils ca. 20 km trennen Langenfeld von der quirligen Domstadt Köln und der Rheinmetropole Düsseldorf. Kein leichter Stand für Juwelier Rehm, der es seit vielen Jahren versteht, seine Kunden an sich zu binden, dass sie gar nicht erst auf die Idee kommen, zum Schmuck-Shopping woanders hinzufahren.

Zwei Dinge sind es im Besonderen, die Heinz Rehm für seine Kunden so anziehend macht. Erstens: Der erfahrene Fachhändler und gelernte Goldschmied schickt niemals einen Kunden weg, bevor er nicht alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um ihn zufriedenzustellen. Und zweitens: Die interessante Mischung aus seiner Schmuck- und Uhrenkollektion sowie seiner eigenen handgefertigten Kreationen ist alles andere als alltäglich und zieht deshalb die Aufmerksamkeit verschiedenster Kunden auf sich.

Egal ob es sich um einen defekten Kettenverschluss, einen Batteriewechsel, eine gestalterische Änderung an einem Schmuckstück oder um ein besonders raffiniertes technisches Problem handelt: Heiz Rehm unternimmt alles Mögliche, um seine Kunden glücklich zu machen, sucht nach Lösungen, wo andere längst abwinken. Grade hat er einen besonders kniffligen Problemfall in Arbeit: Der aus drei ineinander gesteckten Teilen bestehende Ehering eines Kunden erweist sich als zu weit. Da die Herstellerfirma den bereits gravierten Ring nicht zurücknehmen will, hat Heinz Rehm selbst eine Apparatur erdacht, die das Edelmetall auf das gewünschte Maß zusammenstaucht. „Einen großen Teil meiner Zeit als Juwelier und Goldschmied verbringe ich mit Serviceleistungen“, so Heinz Rehm.

Im Gespräch mit der GZ erläutert der Wahlrheinländer seine Geschäftsphilosophie.

GZ: Herr Rehm, Sie kommen gebürtig aus Hessen. Wie kommt es, dass Sie in Schlüchtern / Hessen ein Geschäft eröffnet haben?

Heinz Rehm: Wir sind seit 1989 hier in Schlüchtern / Hessen in einer recht guten Lage direkt am Marktplatz. Zuvor hatte ich ein Geschäft zwischen Hanau und Fulda, bin dann aber zugunsten der besseren Lage und Kundenstruktur ins Rheinland gekommen. Es hieß ja schon damals, man muss flexibel sein, und das habe ich beherzigt.

GZ: Wie ist Ihr Warensortiment aufgebaut?

Heinz Rehm: Als wir aus Hessen kamen, ist die Firma Bunz mit uns gekommen und ich glaube sagen zu können, dass wir die Bunz-Kollektion mit unserem großen Warensortiment zwischen Köln und Düsseldorf so richtig bekannt gemacht haben. Daneben führten wir schon immer sehr edle Kollektionen hochwertiger Marken und Hersteller. Ganz besonders stolz sind wir darauf, als einer von ganz wenigen Fachhändlern in Deutschland die Kollektionen von Damiani und Alfieri St. John führen zu können. Außerdem haben wir noch unseren eigenen Schmuck, den wir individuell nach den Wünschen unserer Kunden anfertigen. Eine kleine Auswahl, dessen, was möglich ist, haben wir immer vorrätig. Auf diese Weise können wir beinahe jeden Kundenwunsch erfüllen.

GZ: Wie würden Sie Ihre Geschäftsphilosophie beschreiben?

Heinz Rehm: Mein Motto lautet: Gib den Kunden das Gefühl, dass Sie sich in Deinem Geschäft wohlfühlen können, egal mit welchem Anliegen sie kommen. Mein Prinzip ist: Keiner wird weggeschickt. Zu mir kommen auch Kunden, die Reparaturen an Uhren haben, die ich gar nicht führe. Die Tatsache, dass aus unserem Geschäft niemals ein Kunde weggeschickt wird, bevor wir nicht versucht haben sein Problem zu lösen oder ein geeignetes Schmuckstück oder eine Uhr für ihn zu finden, zeichnet uns aus. Die gute Atmosphäre spricht sich herum und die Kunden kommen gerne wieder. So hat sich schon manch einer die Fahrt nach Köln oder Düsseldorf gespart.

GZ: In wirtschaftlich unerfreulichen Zeiten wie diesen haben es Juweliere nicht ganz leicht, Kunden zu binden und Käufer anzulocken. Wie sehen Ihre Strategien aus?

Heinz Rehm: Wir haben eine Kundenkartei mit rund 15.000 Namen, die wir kontinuierlich pflegen. Wir laden die Kunden zu uns ein oder besuchen Sie mit einer Auswahl auch gerne bei sich zu Hause. Auch zu der nächsten Generation der Käufer, den Kindern haben wir bereits guten Kontakt. Die beste Möglichkeit die Kundenneugier zu wecken ist natürlich die ständige Erneuerung der Schaufensterauslagen. Spätestens alle sechs Wochen präsentieren wir unseren Kunden veränderte Schaufenster, die immer zu den Jahreszeiten oder aktuellen Anlässen passend dekoriert werden. So kann ein und dasselbe Schmuckstück unter Umständen ganz anders wirken. Daneben lagen wir großen Wert darauf, dass sich Kunden in unserem Geschäft wohlfühlen. Unsere Einrichtung mit den warmen Farbtönen an den Wänden, den einheitlichen Vitrinen und den Beratungstischen ist so gestaltet, dass sich der Kunde sowohl alleine umschauen als auch persönlich beraten lassen kann. Eines meiner Prinzipien heißt außerdem: keine Rabattschlachten! Anstatt den Kunden die Ware zu verbilligen, sollten wir Juweliere unseren Kunden die einzigartige Schönheit und Seltenheit des Schmucks, der Steine und Perlen nahe bringen. Emotionalität gehört zu unserem Geschäft genauso wie handwerkliche und kaufmännische Kenntnis.